Rückruf: Thailändische Gentech-Papaya im Saft

Im Juli 2016 musste die Hamburger Schroeder KG einen tropischen Fruchtcocktail mit Maracujasaft der Marke Iska zurückrufen, berichtet die Internetplattform „Genfood? Nein Danke“. Die Dosen wurden in Thailand mit dem Saft gefüllt. Das sei kein Einzelfall, berichtet „Genfood? Nein Danke!“. Nach Angaben im europäischen Schellwarnsystem RASFF mussten Dosen auch aus Bosnien und der Slowakei zurückgeholt werden, insgesamt über 17 Tonnen. Laut RASFF-Bericht von Mai 2016 fanden finnische Behörden genmanipulierte Papayas in gefrorenen Smoothies aus Belgien. Die Schweizer meldeten im Mai die Ankunft frischer GVO-Papaya aus Thailand. Deutsche Behörden zogen im Jänner des Jahres eine halbe Tonne gekühlte GVO-Papaya aus Indien aus dem Verkehr.

Entwickelt wurden die GVO-Papayafrüchte, um die Bäume gegen einen Virus resistent zu machen, zugelassen ist der kommerzielle Anbau in Hawaii und in China. In Thailand und Indien gab es, wie in einigen anderen süd- und ostasiatischen Ländern, eigentlich nur Freisetzungsversuche, informiert „Genfood? Nein Danke!“.

Auch GVO-Reis fanden die Lebensmittelbehörden in den letzten Monaten. So hätte Frankreich schon im Jänner nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Reis in einem in Vietnam produzierten Fertiggericht (mit Rohmaterial (Reis) aus Thailand) gemeldet, schreibt „Gefnood? Nein Danke!“. Italien fand im März einen nicht zugelassenen GVO-Reis in chinesischen Reisnudeln und wies die Ware zurück. Ebenfalls im März meldete eine deutsche Behörde nicht zugelassenen, gentechnisch veränderten Langkornreis aus Litauen, und nahm rund 15 Tonnen davon vom Markt. Im Laufe der Ermittlungen meldeten sich auch Estland, Lettland, Finnland, Schweden, Dänemark und Irland zu Wort. Ergänzt wurde die Meldung durch den Zusatz „mit Rohmaterial aus Myanmar, Kambodscha, Thailand und Pakistan“, informiert „Genfood? Nein Danke!“


Genfood? Nein Danke: Rückruf: Thailändische Gentech-Papaya im Saft

RASFF-Bericht Mai 2016