Sarkozy für CO2-Zölle auf Importe aus Ländern ohne Klimaauflagen
Klima & Energie
Mit dem französischen Präsidenten Sarkozy haben CO2-Steuern auf Importe aus Ländern ohne Klimaauflagen einen mächtigen Fürsprecher gefunden. Mit den so genannten „border tax adjustments“ sollen energieintensive Industrien der EU, die am Emissionshandel teilnehmen, vor billiger Konkurrenz aus Ländern geschützt werden, in denen die Produktion von CO2 nichts kostet.Ende März 2010 zeigte sich Sarkozy in Brüssel zuversichtlich, auch die anderen EU-Staaten für diese Idee gewinnen zu können. Der Widerstand dürfte allerdings beträchtlich sein, laufen neue Handelsbeschränkungen der Idee des Freihandels doch entgegen.
Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Reaktion der USA auf eine „extraterritoriale“ CO2-Steuer, die 2012 in Kraft treten wird: Ab dann müssen für alle Flüge mit Start oder Ziel in der EU CO2-Zertifikate erworben werden. Der Ton aus den USA dazu wurde in jüngster Zeit moderater: derzeit werden Möglichkeiten geprüft, ein zukünftiges US-amerikanisches Emissionshandelssystem mit dem europäischen zu verknüpfen.