Scharfe Kritik an neuer Spielzeug-Richtlinie
Chemie & Nanotechnologie
Scharfe Kritik üben KonsumentenschützerInnen an der neuen EU-Spielzeugrichtlinie. Die im Dezember 2008 vom Europäischen Parlament in 1. Lesung verabschiedete Regelung ist unzureichend und führt teilweise sogar zu Verschlechterungen für die VerbraucherInnen, kritisiert das Bundesinstitut für Risikobewertung.So wurden die erlaubten Grenzwerte für Schwermetalle wie Blei, Arsen, Antimon und Barium deutlich angehoben. CMR-Stoffe (krebserregende, das Erbgut verändernde und die Fortpflanzung beeinträchtigende Substanzen) dürfen weiterhin im Umfang von 0,1% (1g pro kg) in Spielzeug enthalten sein.
55 Allergien auslösende Substanzen werden durch die Richtlinie zwar verboten - dieses Verwendungsverbot wird durch die Einführung eines Grenzwerts von 0,01% (100mg pro kg) für zulässige Spurengehalte jedoch relativiert.
Auch dem Wunsch der KonsumentschützerInnen, das Spielzeug vor der Markteinführung durch eine externe Stelle prüfen zu lassen, wurde nicht Rechnung getragen. Die Richtlinie sieht weiterhin eine Selbstzertifizierung durch die Hersteller vor.
Bericht Focus
Presseaussendung Bundesinstitut für Risikobewertung