Schiffsabwrackung: EP-Ausschuss fordert konkrete Maßnahmen

Natur & Biodiversität

Der umweltschädlichen und unmenschlichen Schiffsabwrackung in Südasien muss durch konkrete Maßnahmen auf EU- und internationaler Ebene ein Ende gesetzt werden - und zwar vor 2010, wenn die Einhüllen-Tanker verboten werden und daher entsorgt werden müssen. Dies fordert der EP-Umweltausschuss am 2.4.2008 in seiner Antwort auf das Grünbuch Schiffsabwrackung vom Mai 2007.
Die Europäische Kommission, so die Abgeordneten, soll Leitlinien dazu erarbeiten, ab wann ein Schiff Abfall ist und den Hafenstaaten die Macht geben, Schiffe zu identifizieren, deren Lebensdauer zu Ende ist. Die Hafenkontrollen sollen verstärkt werden und eine "wettbewerbsfähige und saubere" europäische Schiffsabwrackungs-Industrie soll aufgebaut werden.

Am effektivsten wäre natürlich eine Einigung im Rahmen der Internationalen Meeresorganisation IMO, so die Abgeordneten, die derzeit diskutierten Entwürfe seien aber zu schwach und würden außerdem erst zu spät in Kraft treten.

Die Abstimmung im Plenum des EP ist für den 25.5.2008 geplant.

Sitzungsunterlagen EP-Umweltausschuss 2.4.2008