Schlangenbestand geht drastisch zurück – Klimaänderungen könnten die Ursache sein
Natur & Biodiversität
Seit 1998 geht der weltweite Bestand von Schlangen zurück. ForscherInnen können über die Gründe nur spekulieren, da eine genaue Ursache bisher nicht erkennbar ist.Eine internationale Studie warnt vor einem dramatischen Rückgang bei Schlangen. "Unsere Daten zeigen einen alarmierenden Trend", schreibt das Team um Chris Reading vom Centre for Ecology and Hydrology im englischen Wallingford. Die britischen ForscherInnen haben zusammen mit Forscherteams aus Frankreich, Italien, Nigeria und Australien 17 Schlangenpopulationen – in ebendiesen Ländern – über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren beobachtet. Bei elf dieser Populationen ist ein starker Rückgang erkennbar. Die ForscherInnen vermuten, dass Klimaveränderungen für den Rückgang verantwortlich sind. Auffallend ist, dass die Zahl der Schlangen seit 1998 – einem der heißesten Jahre der Neuzeit – deutlich eingebrochen ist. Die Studie liefert den ersten dokumentierten Beweis, dass weltweit Schlangenpopulationen zurückgehen. Die bekanntesten, von dem Rückgang betroffenen Schlangenarten sind die Aspisviper, die Schlingnatter, die Gabunviper und die Königspython. Die WissenschaftlerInnen weisen darauf hin, dass auch Populationen in Schutzgebieten deutlich zurückgehen und es daher noch andere Ursachen als den fortschreitenden Verlust von Lebensraum geben muss.