Schlechte Noten für Umsetzung des 7. Umweltaktionsprogramms
Der Verlust der Artenvielfalt und die Verschlechterung von Ökosystemleistungen in der EU nicht aufgehalten. Gesunde Fischbestände werden ebenso wenig gewährleistet werden können wie ein nachhaltiger Nährstoffkreislauf (vor allem Stickstoff). Als unwahrscheinlich gilt auch, dass weder 34,5 Prozent aller Arten, die unter die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie fallen, einen guten oder verbesserten Schutzstatus besitzen. Noch werden 78 Prozent aller Arten der Vogelschutz-Richtlinie einen sicheren oder verbesserten Schutzstatus zugeschrieben bekommen.
Neben dem Artenschutz fällt die Bilanz auch düster aus für Abfallmanagement, Luftqualität und Lärmbekämpfung. Unsicher ist, ob in der EU der jährliche Flächenverbrauch unter 800 Quadratkilometer gehalten wird.
Der Bericht zeigt außerdem auf, dass zwischen etlichen EU-Politiken und den allgemeinen Umwelt- und Klimaschutzzielen des 7. UAP Unstimmigkeiten und teilweise große Differenzen bestehen. Als Beispiel wird die Gemeinsame Agrarpolitik der EU genannt.
Der Halbzeitbericht umfasst drei „thematische Kernziele“: die Erhaltung des natürlichen Kapitals, die Transformation der EU in eine emissionsarme Wirtschaft sowie der Gesundheitsschutz der EU-Bürger*innen. Hinzu kommen vier ermöglichende Ziele und zwei horizontale Ziele.
Am Dienstag diskutierten die Mitglieder des Umweltausschusses im EU-Parlament den Berichtsentwurf zum 7. UAP von Berichterstatterin Daciana Octavia Sârbu (S&D, Rumänien). Quelle: aw/DNR
Halbzeitbewertung des EU-Parlaments (engl.)
Berichtsentwurf zur Umsetzung des 7. UAP
Verfahrensdokument zur Umsetzung des 7. UAP