Schweden erhöht Umweltsteuern, senkt Lohnnebenkosten

Klima & Energie

Die schwedische Regierung hat am 10. März 2009 mehrere Maßnahmen zur Erhöhung von Umwelt- und Energiesteuern angekündigt. Gleichzeitig wurden Steuererleichterungen für umweltschonende PKWs und eine Senkung der Lohnnebenkosten in den Raum gestellt.

Die Vorschläge sehen vor, dass die Steuern auf Diesel um umgerechnet 4 Cent bis 2013 und die Zulassungsgebühr für PKWs ab 2010 um rund 50 Cent für jedes Gramm über 120g/km erhöht werden. Umweltschonende Fahrzeuge sollen für die nächsten fünf Jahre von der Gebühr befreit werden.

Darüber hinaus sollen die Steuern auf Heizbrennstoffe für die Industrie von 21 auf 60% Prozent erhöht werden. Im Gegenzug sollen Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsummensteuern gesenkt werden.

In einer ersten Reaktion bezeichnete die Vereinigung Schwedischer Landwirte den Regierungsvorstoß als "Kriegserklärung". Dagegen kritisierte die Klimasprecherin der oppositionellen Grünen, Karin Svensson Smith, die Vorschläge als nicht weitreichend genug, wobei sie insbesondere das Fehlen einer kilometerabhängigen LKW-Maut kritisierte.

Bericht The Local