Schweden erreicht Energie-Ziel vorzeitig

20. Juli 18

Im Jahr 2012 hat sich Schweden verpflichtet, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bis 2020 auf 28,4 Terawattstunden (TWh) zu steigern. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, dass bis 2030 nochmals weitere 18 TWh hinzukommen sollen. Dieses Ziel könnte das skandinavische Land nun ganze zwölf Jahre früher erreichen als geplant.

Die schwedische Energieagentur schätzt, dass die Produktion bereits Ende dieses Jahres 19 TWh übersteigen könnte. Energieexperte Markus Selin erläutert dazu: „Nach der Entscheidung über die Ziel-Erhöhung sind viele Investitionsentscheidungen getroffen worden. Und es werden noch sehr viele Windkraftanlagen in den kommenden Jahren fertiggestellt werden.“

Schweden übertrifft mit seinen Anstrengungen und Zielen die EU-weiten vorgaben um Längen. Das Unionsziel gibt einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energie bis zum Jahr 2020 vor. Schweden hat bereits im Jahr 2015 die 50-Prozent-Marke überschritten. Während die EU-Staaten im Bereich der Energieeffizienz bis 2030 ein Ziel von 32,5 Prozent erreichen sollen, peilt Schweden hier 50 Prozent an. Auch Schwedens Langfristziel ist ein vorbildlich: Im Jahr 2045 will das Land seine CO2-Emissionen auf null gesenkt haben.


Euractiv: Schweden erreicht Energie-Ziel 12 Jahre früher