SDG Conference "Implementation of the Agenda 2030 by and across Europe - losing momentum of gaining traction?"

13. Juni 19

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen bietet einen neuen globalen Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung und zählt 17 Ziele auf, die gemeinsam als Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) bezeichnet werden. Nach der Annahme durch die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2015, bedarf es zum Erfolg die Initiative und die individuellen Anstrengungen jedes Staates, um diese 17 Ziele je nach seinen Fähigkeiten und Kapazitäten zu erreichen.

Die EU war eine der treibenden Kräfte bei der Verabschiedung der Agenda 2030 und setzt sich uneingeschränkt für deren Umsetzung ein. Österreich hat ebenfalls seine uneingeschränkte Unterstützung zugesagt und einen "Mainstreaming"-Ansatz eingeführt, was bedeutet, dass die zuständigen Ministerien in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen Maßnahmen ergreifen werden.

Auf dem jährlichen "Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung" (HLPF) können die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen mittels sogenannter "Voluntary National Reviews" (VNR) über ihre Fortschritte bei der Umsetzung der SDG berichten. Österreich wird dies zum ersten Mal in genau einem Jahr - im Juli 2020 - in New York tun.

Im Februar gab das Europäische Parlament eine Studie mit dem Titel "Europas Ansatz zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung: bewährte Verfahren und der Weg in die Zukunft" in Auftrag, in der die von den Mitgliedstaaten durchgeführten Umsetzungen eingehender untersucht wurden.

Darüber hinaus hat die EU-Kommission am 30. Jänner ein Reflexionspapier veröffentlicht, in dem drei Zukunftsszenarien vorgestellt wurden, wie die EU das Thema nachhaltige Entwicklung bis 2030 umsetzen könnte. Diese Szenarien wurden unter Einbeziehung relevanter europäischer StakeholderInnen (einschließlich der sogenannten Multi-Stakeholder-Plattform) entwickelt. Schließlich wurden auf dem Europäischen Rat am 9. Mai in Sibiu zwei Veröffentlichungen erörtert, die sich auch mit der Agenda 2030 befassen - das Weißbuch über die Zukunft Europas und den weiteren Weg sowie der Beitrag der Europäischen Kommission zum informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU27.


Die Veranstaltung, welche am Donnerstag, den 27. Juni 2019 im Haus der Europäischen Union in Wien stattfindet, besteht aus 2 Panels:

Panel 1 befasst sich mit der nationalen Ebene und konkreten Umsetzungsbemühungen anhand von Best-Practice-Beispielen aus Deutschland und Rumänien. Die österreichischen Ansätze für das Mainstreaming und der Aktionsplan 2019+ des Umweltministeriums werden vorgestellt. Wie bereitet sich Österreich auf das nächste Jahr in New York vor? Wie werden StakeholderInnen in die Berichterstattung einbezogen?

Panel 2 betrachtet die europäische Perspektive und versucht die Frage zu beantworten, ob eine europäische Nachhaltigkeitsstrategie erforderlich ist - und wenn ja, wie diese strukturiert sein sollte, welche Ziele, konkreten Maßnahmen und Zeitpläne verfolgt werden. Wird der neue Präsident der EU-Kommission in erster Linie für die Umsetzung verantwortlich sein? Wird eine solche Strategie allen anderen umweltpolitischen Maßnahmen der EU wie dem Übergang zu einer geschlossenen Wirtschaft, dem Streben nach Klimaneutralität, dem Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme, dem Kampf gegen den Klimawandel und der Nachhaltigkeit von Landwirtschaft und Ernährung untergeordnet?

Die Veranstaltung ist in englischer Sprache. Die Teilnahme ist kostenlos.

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