SDG Fokusbeitrag: DIE UMWELTBERATUNG fordert Planetary Health Diet
An der Schnittstelle von Gesundheitsförderung, Medizin, Umwelt- sowie Tierschutz ist in den letzten Jahren ein fortschrittliches Ernährungskonzept unter dem Titel „One Health” zunehmend in den Fokus gerückt. Der One Health Ansatz sieht die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt/Klima/Planet als eng verbunden und miteinander verwoben an.
„Damit öffnet er Denkschubladen, die längst nicht mehr zeitgemäß sind“, schreibt DIE UMWELTBERATUNG in ihrem aktuellen Gastbeitrag für den Blog von SDG Watch Austria. Unsere Gesundheit hänge nicht nur von Sport, Ernährung und Entspannung ab. Sie sei keine rein individuelle Angelegenheit, sondern habe soziale, gesellschaftliche und globale Einflussfaktoren. „Sie hat auch eine psychische und ethische Komponente – denn Menschen brauchen und wollen Sinn und Werte. Auch bei dem, was sie essen“, so DIE UMWELTBERATUNG.
One Health sei nach Ansicht der Umweltberatung eng mit der Vision der Agenda 2030 verbunden und steht für körperliche und mentale Gesundheit auf einem gesunden Planeten. Die Planetary Health Diet zeige, wie 10 Milliarden Menschen auf eine gesunde und umweltschonende Weise satt und gleichzeitig die Pariser Klimaschutzziele erreicht werden. Die Umweltberatung empfiehlt folglich die konsequente Umzusetzung einer Planetary Health Diet sowohl in der eigenen Ernährung als auch in der Gemeinschaftsverpflegung.
Unsere Lebensmittelproduktion sei abhängig vom Klima; demnach können Trockenheit und Wetterkapriolen die Produktion reduzieren. Umgekehrt würden auch wir mit unserer Ernährung das Klima beeinflussen. „Essen wir weiter wie bisher täglich Fleisch und Milchprodukte im großen Stil, so sprengt die globale Lebensmittelproduktion die Pariser Klimaschutzziele mit der fortschreitenden Klimakrise zur Folge“, DIE UMWELTBERATUNG.
Weniger Fleisch, mehr Hülsenfrüchte
„Mehr von der Pflanze, weniger vom Tier – das ist auf den Punkt gebracht die beste Diät für Mensch und Planet“, betont die Umweltberatung. Der Planetary Health Diet zufolge sollte an nicht mehr als zwei Tagen in der Woche bzw. maximal 300 g Fleisch pro Woche verzehrt werden. In Österreich wird wöchentlich mit über einem Kilogramm Fleisch pro Kopf mehr als das Dreifache konsumiert.
Angesichts der hohen Energieverluste bei Fleisch sowie der derzeitigen Knappheit sei es effizienter, Getreide nicht an Tiere zu verfüttern. „Rund 7 bis 10 kcal Getreide muss man füttern, um 1 kcal Rindfleisch zu erhalten. Verkocht man Getreide selbst, gibt es keine Verluste“, erklärt DIE UMWELTBERATUNG.
Rotes Fleisch und Milchprodukte sollten der Umweltberatung zufolge stark reduziert werden, während im Hinblick auf die Eiweißzufuhr täglich eine Handvoll Nüsse sowie Hülsenfrüchte gegessen werden sollten: „Auch Linsen, Bohnen und Kichererbsen stehen täglich auf dem Plan, hier müssen wir unseren durchschnittlichen Verzehr von derzeit nur 3 g auf 75 g pro Tag steigern.“
SDG Fokusbeitrag 10/22: Ernährung und Nachhaltige Entwicklung
Umweltberatung: Mehr Informationen zur Planetary Health Diet