Siemens investiert in Technik für Tiefseebohrungen

Klima & Energie

Immer mehr Ölförderungen aus mehr als 1.000 Meter Tiefe.

Das Vertrauen des deutschen Technikkonzerns Siemens in die Zukunft der Öl- und Gasgewinnung aus dem Meer scheint ungebrochen, trotz der riesigen Umweltkatastrophe, die letzes Jahr durch die Explosion der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ ausgelöst wurde.

Siemens übernahm vor Kurzem die Tiefbohrtechnikspezialisten Bennex und Poseidon, schreibt die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrem Artikel „Siemens im Rausch der Tiefe“. Durch den Kauf dieser Firmen würde Siemens Zugang zu einem Milliardengeschäft gewinnen: der Verarbeitung von Öl und Gas am Meeresboden.

Diese Technik wird für die Ölkonzerne immer interessanter, schreibt die FTD: der Anteil des aus dem Meer gewonnenen Öls sei seit 1977 von zehn auf 38 Prozent gestiegen. Rund zehn Prozent der gesamten Ölförderung kämen aus Meerestiefen von über 1.000 Meter, Tendenz steigend, schreibt die FTD.

FTD: Siemens im Rausch der Tiefe.