Smart Grid Testprojekt: Weniger Strom verbrauchen, wenn die Windräder still stehen
Klima & Energie
Die EinwohnerInnen der dänischen Insel Bornholm richten sich in ihrem Stromverbrauch nach der Verfügbarkeit des Stromes aus Erneuerbaren Energien.Ein von der EU gefördertes Projekt versucht, die Grenzen und Möglichkeiten von Smart Grids auszutesten. Auf der dänischen Insel Bornholm wird zur Zeit rund 50 Prozent des Stroms durch Windräder erzeugt. Die Häuser von 2.000 BürgerInnen werden jetzt mit Smart Metern ausgestattet und sie werden aufgefordert, ihren Strombedarf zu verringern, wenn die Stromerzeugung aus Windrädern zu bestimmten Zeiten nicht genug Strom liefert. Die BürgerInnen können so auch Geld sparen, da der Strom in den Phasen des knappen Energie-Angebots teurer sein wird als zu anderen Zeiten.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass den BürgerInnen in diesen Zeiten der Stromknappheit kein Strom aus anderen, traditionellen Energiequellen zur Verfügung gestellt wird. Stattdessen werden sie aufgefordert, ihren Stromverbrauch zu verringern, und weniger elektronische Geräte zu benützen.
CORDIS: New EU-funded project tests out smart grids of the future (en)
SINTEF: Smart grid will raise ceiling for use of renewables (en)