Späte Kriegsfolgen: Alte Munition stoppt den Bau von Windanlagen

Energie

Große Mengen an Munition wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einfach im Meer entsorgt, berichtet die „Deutsche Welle“. Diese Bomben würden noch immer auf dem Meeresgrund liegen und jetzt den Bau von Offshore-Windanlagen verzögern.

Laut Angaben des deutschen Umweltministeriums würden geschätzte 1,6 Millionen Tonnen Munition auf dem Boden der Nord- und Ostsee liegen. „Hunderttausende Luftminen, Bomben, Granaten und andere nicht explodierte Munition liegen in deutschen Küstengewässern, zum Teil seit über einem halben Jahrhundert. Mit der wachsenden Bedeutung von Offshore-Windparks als tragendes Element der deutschen Energiewende wird die einstige Sorglosigkeit nun zum Problem. Die Munitionsaltlasten am Meeresgrund verzögern den Bau der Windparks“, schreibt die „Deutsche Welle“.

Bei jüngsten Vorarbeiten für die Kabeltrasse eines geplanten Windparks vor der Nordseeinsel Borkum wurden auf einer Strecke von 45 Kilometern mehr als 2.000 Objekte gefunden. Bisher wurden davon rund 600 Objekte überprüft, zirka 350 erwiesen sich als nicht explodierte Munition, berichtet die „Deutsche Welle“.

Deutsche Welle: Alte Munition stoppt den Bau von Windanlagen