„Spiegel“: Atomlobby plante deutschen Bundestagswahlkampf minutiös

Klima & Energie

Die deutsche Atomlobby hat offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut, um den Bundestagswahlkampf aktiv zu steuern.

In einem SPIEGEL ONLINE vorliegenden Strategiepapier der Unternehmensberatung PRGS für den Atommulti E.ON wird beschrieben, wie eine emotionale Debatte vermieden werden sollte und befreundete Abgeordnete und Journalisten mit Argumentationshilfen versorgt werden sollten.

Als wichtigste Argumente pro Atomkraft sieht die Atomlobby Klimaschutz und Versorgungssicherheit. So sollen „die Ängste vor einer russischen Dominanz“ im Energiebereich genutzt werden, um „historisch tradierte Ängste vor Russland“ zu wecken und die Kernkraft als sichere Alternative zu präsentieren.

Emotionale Debatten sollten vermieden werden, da diese vor allem den Gegnern der Atomkraft Auftrieb geben würden. Stattdessen sollte sich E.ON so umweltfreundlich wie möglich geben und den Schulterschluss zwischen Erneuerbaren Energien und Atomkraft herausstreichen. Weiters wurden 16 Energiejournalisten deutscher Medien nach ihrer angeblichen politischen Ausrichtung und ihrer Haltung zur Atomkraft kategorisiert.

Artikel „Spiegel“
Kommunikationskonzept Kernenergie -PRGS