Spielzeugrichtlinie: Kommissionsvorschlag zur Revision
Chemie & Nanotechnologie
Wenn es nach der Europäischen Kommission geht, sollen krebserregende, erbgutschädigende und reprotoxische Chemikalien (CMR) in Spielzeug zukünftig verboten werden. Dies hat sie am 24.1.2008 in einem Vorschlag zur Revision der Spielzeugrichtlinie (RL 88/378/EWG) empfohlen.Weiters sollen die erlaubten Grenzwerte für gefährliche Chemikalien wie Blei oder Quecksilber drastisch gesenkt werden. Bestimmte allergene Duftstoffe sollen verboten werden, andere gekennzeichnet werden müssen.
Ein vielfach eingefordertes Verbot für hormonsystemschädigende Substanzen wird von der Kommission aber nicht vorgeschlagen.
Neben den Verboten und Vorschriften enthält der Kommissionsvorschlag auch strengere Regelungen zur Herstellerverantwortung, Marktüberwachung und Zugänglichkeit von Informationen.
Der Vorschlag unterliegt dem Mitentscheidungsverfahren, nun werden sich also das Europäische Parlament und der Rat damit befassen.
Vorschlag COM(2008)9 (pdf 452kb)
Pressemeldung IP/08/9 Kommission
Kommissionswebsite Sicherheit von Spielzeug (en)
Kommissionswebsite Spielzeugrichtline 88/378/EWG (en)