Stadt Wien gewinnt Mobilitätspreis der Europäischen Union
29. März 18
Die Stadt Wien gewinnt den „European Mobility Week Award“ 2017. Damit zeichnete die EU-Kommission die Stadt Wien für ihre Leistungen zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität aus. Den Preis überreichte EU-Kommissarin für Verkehr Violeta Bulc an Obersenatsrat Dr. Peter Lux und Radverkehrsbeauftragten und Geschäftsführer der Mobilitätsagentur Martin Blum in Brüssel. Neben Wien waren die tschechische Hauptstadt Prag und Granada in Spanien für den Preis nominiert. Eine unabhängige Fachjury aus VerkehrsexpertInnen wählte aus allen 2.500 teilnehmenden Städten Wien als Siegerstadt.
Mit zahlreichen Initiativen und Infrastrukturmaßnahmen förderte die Stadt Wien den umweltfreundlichen und multimodalen Verkehr. Mit Veranstaltungen und Kampagnen wurden die WienerInnen zum Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und zum Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel motiviert.
„Diese Anerkennung auf höchster Ebene ehrt uns sehr“, so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. „Wir werden das Ziel der Stadt Wien, das Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und den Öffentlichem Verkehr zu stärken, weiterhin motiviert verfolgen.“
Besonders hervorgehoben wurde von der Jury das von der Mobilitätsagentur ins Leben gerufene Streetlife Festival, die 2017 durchgeführte Transportfahrradförderung und die Initiative Grätzlrad sowie die Umgestaltung des Getreidemarkts. Positiv bemerkt wurde das vielfältige Angebot der Stadt Wien während der Europäischen Mobilitätswoche zwischen 16. und 21. September 2017: insgesamt konnten die WienerInnen in der ganzen Stadt an mehr als 50 Veranstaltungen oder Angeboten rund um nachhaltige Mobilität teilnehmen.
Die internationale Kampagne zur Förderung nachhaltiger Mobilität, die „Europäische Mobilitätswoche“, findet jährlich zwischen 16. und 22. September statt. Durch Veranstaltungen und Aktionen wird Öffentlichkeit für das Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs geschaffen. Österreichweit wird die Kampagne vom Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und dem Klimabündnis koordiniert.
Außerdem ausgezeichnet wurden Igoumenitsa in Griechenland als Gewinner des EUROPEAN MOBILITY WEEK Award 2017 für kleinere Gemeinden sowie Turda in Rumänien als Gewinner des 6. Preises für nachhaltige städtische Mobilitätsplanung (SUMP).
Die Stadt Igoumenitsa wurde für ihre vorbildliche Arbeit ausgezeichnet, den BewohnerInnen naheliegender kleiner Städte die Vorteile einer nachhaltigen Mobilität zu vermitteln. So wurde den BewohnerInnen zu bestimmten Zeiten ein kostenloser Transfer mit dem Bus, Radfahrveranstaltungen entlang der Küstenfront der Stadt und kulturelle Wanderungen durch den Wald angeboten. Für SchülerInnen wurden Seminare zu nachhaltiger Mobilität sowie eine Malausstellung über die Vorteile von Radfahren und Wandern abgehalten.
Die rumänische Stadt Turda erhielt den 6. SUMP Award (Sustainable Urban Mobility Planning) für ihre klare Planungsvision, solide Finanzierungsstrategie und messbaren Ziele. Die Jury wies auf die Wiederholbarkeit der Strategie und ihr Potenzial hin, andere Städte ähnlicher Größe zu inspirieren (Turda hat eine Bevölkerung von etwa 50.000 EinwohnerInnen).
Mobilityweek: Vienna, Igoumenitsa and Turda take home European sustainable mobility awards
oekonews.at: Wien, Igoumenitsa und Turda gewinnen europäische Preise für nachhaltige Mobilität