Stärke Unterstützung der EU für Artenschutz in Entwicklungsländern
Natur & Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die Europäische Union hat Anfang Dezember beschlossen, „ein Programm zu unterstützen, das den Schutz von Elefanten, Menschenaffen und Nashörnern in Afrika sowie von anderen Arten, z. B. Meeresschildkröten, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean verstärken soll“.Das Programm soll dazu beitragen, „die Überwachung der Tierbestände und der Wilderei zu verbessern, durch Ausbildung und operationelle Unterstützung die Strafverfolgung im Kampf gegen illegales Töten zu verstärken und ein Notfallreaktionssystem einzurichten, das bei einer plötzlichen Zunahme des illegalen Tötens und Handels in Anspruch genommen werden kann“.
Das Projekt „Minimierung des illegalen Tötens von Elefanten und anderen gefährdeten Arten (MIKES)“ baut auf einem ähnlichen Projekt auf, das bereits 2001 eingeleitet wurde. Laut der im Rahmen dieses Projekts gesammelten Daten wurden laut Angaben der EU-Kommission allein in Afrika im Jahr 2012 rund 22.000 Elefanten illegal getötet. Auch der illegale Handel mit Elefanten-Elfenbein nimmt zu. Im Jahr 2011 wurden 35 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt, ein neuer Rekord.
Das Projekt „Minimierung des illegalen Tötens von Elefanten und anderen gefährdeten Arten (MIKES)“ wird aus Mitteln des 10. Europäischen Entwicklungsfonds finanziert und läuft von 2014 bis 2018. Es wird von CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) sowohl in Afrika - in Zusammenarbeit mit 31 Arealstaaten des afrikanischen Elefanten - als auch in ausgewählten Schutzgebieten im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean durchgeführt.