Stahlindustrie plant Klage gegen die EU wegen Emissionshandelszertifikaten
Verkehr & Luft & Industrie
Klage gegen die EU durch Stahlproduzenten wegen Restriktion von Emissionshandelszertifikaten.Der Handel mit Emissionsrechten ist seit 2005 das wichtigste marktwirtschaftliche Instrument der EU zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. Im Jahr 2013 tritt die dritte Phase in Kraft, die neue Regeln für den Handel mit Emissionszertifikaten festsetzt.
Die Stahlindustrie fühlt sich von den neuen Regeln diskriminiert und beabsichtigt deshalb eine Klage gegen die EU einzubringen, berichtet das Wirtschaftsservice Bloomberg in einem Artikel vom 4. April. Die Methode, mit der die Aufteilung der Zertifikate beschlossen wurde, sei ungesetzlich und würde für die Stahlproduzenten zusätzliche Kosten in der Höhe von rund 5 Milliarden Euro verursachen.
Die Klage gegen die Europäische Union wird von der Interessensvertretung Eurofer eingebracht, zu den Mitgliedern von Eurofer zählen unter anderem ArcelorMittal, der größte Stahlproduzent der Welt, und die ThyssenKrupp AG, Deutschlands größter Produzent.
Bloomberg: Steel Industry to Sue EU Over Post-2012 Carbon Permits Plan. (en)