Stickoxide in Österreich: Darf’s ein bisserl mehr sein?

Verkehr & Luft & Industrie

Fast muss man der ehemaligen österreichischen Gesundheitsministerin Rauch-Kallat dankbar sein, dass sie vor einigen Jahren mehrere Millionen Stück Atemschutzmasken gekauft hat. Zwar ist die damals befürchtete Epidemie der Vogelgrippe ausgeblieben, aber jetzt könnten sich die Masken doch noch als nützlich erweisen. Die Europäische Umweltagentur hat nämlich erst vor wenigen Tagen verlautbart, dass Österreich nach wie vor die erlaubte Menge an Stickoxiden überschreitet, und zwar um gewaltige 40,01 Prozent im Jahr 2011. Im Jahr davor überschritt Österreich die Grenze der erlaubten Menge an Stickoxiden sogar um 43,23 Prozent.

Nur acht Mitgliedstaaten der EU überschritten 2011 die gesetzlich festgelegten Emissionsgrenzen für vier bestimmte, schädliche Luftschadstoffe, die meisten dieser Länder emittierten zu viele Stickoxide. Österreich wird dabei nur noch von Luxemburg übertroffen. Die Grenzwerte für nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe wurden durch die Richtlinie 2001/81/EG individuell für jedes Land festgesetzt.

Rund 40 Prozent des Stickoxid-Ausstoßes in den Mitgliedstaaten der EU werden durch den Verkehr verursacht.

Stickoxide reizen und schädigen die Atmungsorgane und schädigen die Luft, Böden, Gewässer und Pflanzen.

Die EUA veröffentlicht diese Daten in ihrer „AirBase“, eine neue Version dieser Datenbank wurde am Montag, 18. März 2013, veröffentlicht.

Europäische Umweltagentur Pressemitteilung