Stop The Trucks: Petition gegen Tierleid

Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt die Kampagne „Stop The Trucks“ seiner europäischen Tierschutzdachorganisation, der Eurogroup for Animals. Die Tierschützer fordern in einer Petition, dass EU-weit endlich bessere Transportbedingungen für Tiere geschaffen werden.

„Milliarden Tiere werden jährlich über Europas Straßen gekarrt, für fast alle ist der Weg in den Tod die Hölle“ sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Tiere leiden unter der unerträglichen Enge in den Transportern, unter Hitze oder Kälte, quälendem Durst und Schmerzen aufgrund von Verletzungen.“ Seit Jahren kämpft der Deutsche Tierschutzbund daher gemeinsam mit der Eurogroup for Animals, tierquälerische Transporte lebender Tiere zu beenden.

Die gemeinsame Kampagne der Eurogroup for Animals und ihrer teilnehmenden Mitgliedsverbände läuft bis Frühjahr 2017. Dann sollen die gesammelten Unterschriften an den zuständigen EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis übergeben werden. Der Deutsche Tierschutzbund hat im Rahmen der Kampagne eine Website eingerichtet, über die Interessierte ihre Stimme für die Petition und gegen tierquälerische Fahrten abgeben können. Unterstützer können sich auch direkt mit einem vorgefertigten Brief an EU-Kommissar Andriukaitis wenden. Mit Hilfe des Hashtags #stopthetrucks soll die Kampagne in den sozialen Medien gestreut werden. 

Hintergrund des Protestes ist, dass die europäische Gesetzgebung über Tiertransporte den Tieren keinen ausreichenden Schutz bietet.

Mit den festgelegten geringen Anforderungen sind erhebliche Tierschutzprobleme verbunden: So ist es prinzipiell erlaubt, Tiere unter Einhaltung von Pausenzeiten zeitlich unbegrenzt zu transportieren. Darüber hinaus sind die Anforderungen an das Platzangebot auf den Transportmitteln, an die zulässige Temperatur während des Transportes sowie an die Versorgung und Ruhepausen unzureichend. Wirksame Kontrollen, mit denen die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen und der Gesundheitszustand der Tiere überprüft werden, fehlen weitgehend.

Bereits im April dieses Jahres hatte die Tierschutzorganisation Vier Pfoten die europaweite Kampagne unter dem Hashtag #stopthetrucks gestartet, um gegen Langstreckentransporte von Tieren zu protestieren. Laut einer Eurobarometer-Umfrage möchten 82 Prozent der EU Bürger einen besseren Schutz für Nutztiere. [Quelle, DNR]


Quelle, DNR: Stop The Trucks: Petition gegen Tierleid

Kampagnenwebsite Deutscher Tierschutzbund