Stromverbrauch von Haushaltsgeräten oft höher als angegeben

23. Juni 17

Eine europaweite Studie zeigt, dass die Energiewerte von Haushaltsgeräten im Normalbetrieb oft stark von den Herstellerangaben abweichen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Untersuchung mehrerer europäischer Umweltschutzorganisationen.

Problem seien veraltete und nicht den realen Betriebsbedingungen entsprechende Tests, mit denen der Stromverbrauch von Geräten gemessen wird. Das kritisieren die Umweltschutzorganisationen Clasp, Ecos, EEB und Topten. Auch wenn die EU durch Effizienzmaßnahmen den Stromverbrauch bis 2020 um fast ein Zehntel senken will, seien Verbrauchstests Sache der verschiedenen Standardisierungs-Organisationen. Diese werden von VertreterInnen aus Industrie, Forschung und Verbraucherschutz besetzt und handeln gemeinsam Normen aus.

In den realitätsnahen Tests der Umweltorganisationen stieg der Verbrauch häufig um 20 bis 30 Prozent, in einem Extremfall war er sogar mehr als doppelt so hoch. Die Ergebnisse decken sich mit einer vorangegangenen amerikanischen Studie aus dem vergangenen Herbst. Diese kam zudem zum Ergebnis, dass Elektrogeräte Tests erkennen und den Verbrauch selbstständig herunterregeln würden.

 

Süddeutsche Zeitung: Hersteller schönen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten