Studie: 45% der jungen Eisbären ertrinken, weil bereits zu viele Eisschollen geschmolzen sind
Natur & Biodiversität
Eisbären müssen bis zu 13 Tage schwimmen, um Eisschollen zu erreichen.
Eine gemeinsame Studie des WWF und des U.S. Geological Survey zeigt, dass die Sterberate von jungen Eisbären sehr hoch ist und die Klimaerwärmung große Schuld daran hat. Das schmelzende Polareis zwingt Eisbären dazu, immer längere Strecken zu schwimmen und viele Jungtiere überleben diese Strapazen nicht.
Im Rahmen der Studie verfolgten die WissenschafterInnen zwischen 2004 und 2009 die Wanderungen von 68 Eisbärenweibchen, die mit GPS-Sendern ausgestattet wurden.
Im Untersuchungszeitraum schwammen elf Eisbärmütter mit ihren Jungtieren Einzelstrecken von bis zu 30 Kilometern, wobei fünf der jungen Eisbären diese Strapazen nicht überlebten und ertranken. Das entspricht einer Sterberate von 45 Prozent. Bei kürzeren Strecken liegt die Sterberate immer noch bei 18 Prozent. Eine Eisbärin schwamm insgesamt 12,7 Tage, bis sie eine Eisscholle erreichte. Die längste dokumentierte geschwommene Strecke einer Eisbärin liegt bei 687 Kilometern in neun Tagen, ihr Junges überlebte nicht.
WWF: Eisbären in der Klimafalle
Studie - Zusammenfassung (en, pdf)