Studie: Azadirachtin-Pestizid auch in geringen Dosen für Hummeln schädlich

Chemie & Nanotechnologie

Pestizide mit dem Wirkstoff Azadirachtin sind für Hummeln auch in sehr geringen Dosen schädlich. Das ist das Ergebnis einer Studie, die den Einfluss von Azadirachtin auf Hummeln untersucht. Das Pestizid ist laut Studie auch in Mengen gefährlich, die bis zu 50 Mal geringer sind als die für Bauern empfohlene Dosis.

Im Laborversuch schlüpften in Hummel-Kolonien, die mit Azadirachtin behandeltem Futter in der "empfohlenen Dosis" gefüttert wurden, keine mänlichen Hummeln.

Auch in Kolonien, die eine 50 Mal geringere Azadirachtin-Dosis in ihrem Futter erhielten, schlüpften merklich weniger männliche Tiere als in Kolonien, die Futter ohne Azadirachtin erhielten. Die wenigen männlichen Hummeln, die dennoch schlüpften, waren oft deformiert.

Die Studie "Lethal and sublethal effects of azadirachtin on the bumblebee Bombus terrestris (Hymenoptera: Apidae)" wurde in der Fachzeitschrift "Ecotoxicology" veröffentlicht. Der Zugriff auf den Volltext des englischsprachigen Artikels über die Studienergebnisse ist online über ResearchGate kostenlos möglich.

Science for Environment Policy: Bumblebee survival and reproduction impaired by pesticide azadirachtin even at recommended concentrations (en)
ResearchGate: Lethal and sublethal effects of azadirachtin on the bumblebee Bombus terrestris (Hymenoptera: Apidae, en)