Studie: Biotreibstoffe verursachen bis zu sechs Mal höhere Schadstoffemissionen als fossile Treibstoffe
Klima & Energie
Studie analysiert den gesamten Lebenszyklus der Pflanzen, die zur Gewinnung von Biotreibstoffen angebaut werden.Schadstoffemissionen, die durch fossile Treibstoffe verursacht werden, haben große Mitschuld an der globalen Umweltverschutzung. Die Entwicklung von Biotreibstoffen sollte eigentlich zur Verringerung der Schadstoffe beitragen, auch die EU erhoffte sich davon eine Reduktion der Emissionen.
Die weltweite Kritik an der Entwicklung von Biotreibstoffen wird jedoch lauter, da immer mehr Forschungsergebnisse die vielfältigen Schwächen dieser Strategie aufzeigen.
Die Studie „Life Cycle Assessment of Refined Vegetable Oil and Biodiesel from Jatropha Grown in Dakatacha Woodlands of Kenya“, die im Auftrag der Umweltschutzorganisationen RSPB, ActionAid und Nature Kenya durchgeführt wurde, zeigt die vielfältigen Probleme, die durch den Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Biotreibstoffen für Menschen und Umwelt entstehen.
Die daraus resultierenden Schadstoffemissionen seien um 2,5 bis 6 Mal so hoch wie die Emissionen durch fossile Brennstoffe. Die hohe Schwankungsbreite hängt vom Anbaugebiet und dem Ernteertrag ab.
Für den Anbau von Pflanzen für Biotreibstoffe werden oft wertvolle Flächen, darunter auch geschützte Wälder und Gebiete, gerodet.
Seltene Tier- und Pflanzenarten werden ausgerottet und Lebensmittelpreise steigen, weil die Anbauflächen für Nahrungsmittel reduziert werden.
RSPB: New study reveals biofuels carbon con (en)
Zusammenfassung der Studienergebnisse (pdf)
Studie (en, pdf)