Studie: CO2-Importe nach GB quantifiziert
Klima & Energie
Die CO2-Emissionen Großbritanniens sind zwischen 1992 und 2004 um 5 % gesunken – rechnet man allerdings Importe, Exporte und internationalen Transport in die Bilanz ein, sieht es ganz anders aus: dann sind die CO2-Emissionen durch britischen Konsum von Gütern und Dienstleistungen in diesem Zeitraum um 115 Millionen t CO2 oder 18 % gestiegen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Stockholm Environment Institute für das britische Umweltministerium, die am 2.7.2008 veröffentlicht wurde.Grund dafür ist die zunehmende Auslagerung der Produktion in Entwicklungsländer mit niedrigeren Standards, insbesondere China. Das britische Umweltministerium zieht aus den Ergebnissen den Schluss, dass eine internationale Klimavereinbarung sowie ein internationaler CO2-Markt unabdingbar seien. Denn weniger zu importieren, so das Ministerium, sei keine Lösung.
Die Ergebnisse der Studie passen gut zu älteren, weniger detaillierten Studien, zB eine Studie des WWF von Februar 2008. Diese setzt den Unterschied zwischen den EU-Emissionen 2001 und jenen, wenn man den Handel miteinbezieht, bei 12 % an. In Großbritannien ist die Zahl aber höher, da es hier eine besonders starke Deindustrialisierung gegeben hat.
Pressemeldung britisches Umweltministerium mit link zur Studie (en)
Berichterstattung Reuters (en)
WWF-Studie Februar 2008 (en)