Studie: Eine vegetarische Lebensweise reduziert den Wasserverbrauch
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz, Wasser, Meere & Fischerei
Die Umweltbedingungen der verschiedenen europäischen Regionen unterscheiden sich stark, und die Regionen haben auch sehr unterschiedliche Ernährungsweisen. Trotzdem – so die Ergebnisse einer neuen Studie – kann für alle Regionen eine Gemeinsamkeit festgestellt werden: Vegetarier verbrauchen merklich weniger Wasser.In der EU macht die Landwirtschaft 89 % des „Wasser-Fußabdrucks“ einer Person aus. Im Durchschnitt verbraucht jeder Europäer 4.265 Liter Wasser pro Tag. Davon entfallen 4.815 Liter auf die Landwirtschaft. Die Art der Ernährung hat deshalb einen sehr großen Einfluss auf den Wasserverbrauch in Europa.
Im Rahmen der Studie wurden drei verschiedene Ernährungsweisen verglichen. Dazu wurde Europa in vier Regionen eingeteilt (Norden, Osten, Süden, Westen). Es zeigte sich, dass in allen Regionen Europas VegetarierInnen den geringsten Wasserverbrauch haben.
Im Norden verbrauchten VegetarierInnen 32 % weniger Wasser als Menschen, die Fleisch und Fisch konsumierten und sich auch nicht besonders gesund ernährten. In den westlichen und südlichen Regionen Europas verbrauchten VegetarierInnen sogar um 41% weniger Wasser als diese Kontrollgruppe, und im Osten lag der Wasserverbrauch der VegetarierInnen bei minus 27 %.
Auch eine gesündere Lebensweise, bei der weniger Öl und Zucker konsumiert wurde, verringerte den Wasserverbrauch, allerdings in viel geringerem Ausmaß als eine vegetarische Lebensweise (Norden: 3 %, Westen: 26 %, Süden: 30 %, Osten: 11 %).
Die Studie „Potential water saving through changes in European diets“ von D. Vanham, A.Y. Hoekstra und G. Bidoglio steht online zur Verfügung.
Science for Environment Policy: A vegetarian diet can help reduce water consumption across Europe
Studie: Potential water saving through changes in European diets