Studie: Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland

Klima & Energie

Studie des deutschen Umweltbundesamtes gibt einen Überblick über die Probleme der Schiefergasförderung (“fracking”).

Eine aktuelle Stellungnahme des deutschen Umweltbundesamtes zur Schiefergasförderung in Deutschland gibt einen guten Überblick über die Gefahren und Probleme des “Fracking”. Die AutorInnen beschreiben – auch für Laien gut verständlich - die unterschiedlichen Arten von Schiefergasen, die Technik der Fördermethoden, sie geben einen Überblick über die vorhandenen Schiefergasreserven und Fördermöglichkeiten und beschäftigen sich auch mit der Frage nach der Klimabilanz von Schiefergasen im Vergleich mit konventionellen Energiequellen.

Umweltrisiken werden diskutiert, darunter auch die Gefahren des sogenannten “Frackings” für Grund- und Oberflächengewässer. Auch der Flächenverbrauch bei der Förderung, Lärmbelästigung, und andere Auswirkungen auf die Natur werden angesprochen; weiters die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Fracking in Deutschland.

In ihren Schlußfolgerungen fordern die AutorInnen unter anderem, dass „es kein Fracking zur Gewinnung von Erdgas in sensiblen Gebieten (z.B. Trinkwassergewinnungsgebiete, Heilquellen, Mineralwasservorkommen) geben darf, dass jeder einzelne Frack sowie das gesamte Gasgewinnungsfeld einer obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss, und dass die zuständigen Wasserbehörden zur Bewertung der Auswirkungen auf das Grundwasser grundsätzlich immer beteiligt werden müssen.“ Weitere Forderungen sind eine vollständige Offenlegung der verwendeten Chemikalien und der exakten Zusammensetzung der Fracturing Fluide für jeden einzelnen Frack und die Überwachung der Frack-Flüssigkeiten und des sogenannten Flowbacks inklusive des Nachweises über die ordnungsgemäße Entsorgung der Chemikalien.

Die Studie steht auf der Webseite des deutschen Umweltbundesamtes gratis als Download zur Verfügung.

Deutsches Umweltbundesamt: Studie (pdf)