Studie erstellt „Landkarte“ gefährdeter Korallenriffe
Natur & Biodiversität
WissenschafterInnen identifizieren die am stärksten durch Umwelteinflüsse gefährdeten Korallenriffe.Die Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung durch den Menschen hat auch große Auswirkungen auf die Korallenriffe. ExpertInnen des Coral Reef Information Systems (CoRIS) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den USA schätzen, dass bereits 10 Prozent aller Korallenriffe so weit zerstört sind, dass sie nicht mehr gerettet werden können. Weitere 30 Prozent seien stark bedroht, schätzt die US Coral Reef Task Force.
WissenschafterInnen der Wildlife Conservation Society haben deshalb jetzt eine „Landkarte“ erstellt, welche die Korallenriffe und ihre Bedrohung durch verschiedene Umweltfaktoren auflistet.
Die Korallenriffe in Südost-Asien, Mikronesien, im östlichen Pazifik, in Teilen des Indischen Ozeans sowie an der Westküste Australiens und an den Küsten des Mittleren Ostens seien am meisten gefährdet. Der Klimawandel (höhere Temperaturen, UV-Strahlen) hätte laut Studie einen großen Einfluss auf die Zerstörung der Riffe, weiters die Sedimentation der Meeresböden (ausgelöst durch die Abholzung der Wälder in Küstennähe), sowie die Überfischung der Meere.
Cordis: Scientists create map of corals and their stress factors.
Wildlife Conservation Society: A Map for Reef Relief