Studie: EU muss Investitionen in Intelligente Stromnetze verdoppeln

Klima & Energie

ECF: Das EU-Ziel einer emissionsfreien Elektrizitätswirtschaft bis 2050 bleibt sonst unerreichbar.

Die Europäische Union peilt bis zum Jahr 2050 eine emissionsfreie Elektrizitätswirtschaft an. Dafür sind unter anderem sogenannte „Intelligente Stromnetze“ (Smart Grids) notwendig. Diese erlauben den Transport von Strom nicht nur von den Elektrizitätswerken zum Endverbraucher, sondern in beide Richtungen. Der Energiefluß in diesen Smart Grids wird außerdem genau gemessen und überwacht.

Die European Climate Foundation (ECF) fordert jetzt in einer neuen Studie die Verdoppelung der EU-Investitionen in diese Smart Grids nach 2020. Nur so sei das Ziel einer emissionsfreien Elektrizitätswirtschaft bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Im Oktober 2009 budgetierte die Europäische Kommission zwei Milliarden Euro an Fördergeldern für die notwendige Umwandlung von rund der Hälfte der europäischen Stromnetze in Smart Grids.

Damit die Ziele für 2020 erreicht werden können und die Emissionen um 20 Prozent reduziert und der Anteil an Erneuerbaren Energien auf 20 Prozent der Gesamtmenge gesteigert werden kann, sind laut Europäischer Kommission in den nächsten Jahren weitere Investitionen in Smart Grids in der Höhe von 628 Milliarden Euro notwendig. Laut ECF sind für die folgenden Jahre zwischen 2020 und 2030 dann noch einmal Investitionen in der Höhe von 1,2 Billionen Euro nötig.

Die Studie „Perspectives 2030: On the Road to a Decarbonised Power Sector in Europe“ steht online als Download zur Verfügung.

EurActiv: EU must double energy grid funding, says study (en)
Studie: Perspectives 2030: On the Road to a Decarbonised Power Sector in Europe (pdf,en)