Studie: Flucht vor den Folgen des Klimawandels

Klima & Energie

WissenschafterInnen untersuchen durch den Klimawandel verursachte Migration.

Eine Ende April 2010 präsentierte Forschungsarbeit des German Marshall Fund befasst sich mit Klimaflüchtlingen, einer neuen, wachsenden Gruppe von MigrantInnen.

Die Studie nennt Dürre, Wüstenbildung, den steigenden Meeresspiegel, den Kampf um Ressourcen und die Intensivierung von Naturkatastrophen als wahrscheinlichste Ursachen für künftige Migration. Die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels werden in den ärmsten Regionen der Welt spürbar sein, warnen die AutorInnen. Konflikte und verstärkter Bedarf nach humanitärer Hilfe werden die Folge sein.

Bei der Migration wird es sich, so die AutorInnen, zu Folge überwiegend um Migration „von Süden nach Süden“ handeln, die wenigsten Flüchtlinge werden also den reichen Norden erreichen.

Die WissenschafterInnen warnen, dass die reichen Länder nicht für diese Entwicklung gerüstet sind und weisen auf Lücken in internationalen und nationalen Rechtssystemen hin. Klimaflüchtlinge stehen vielfach im Widerspruch zu den bisherigen Einwanderungsbestimmungen. Die AutorInnen argumentieren, dass Migration ein Teil der Anpassungsstrategie an den Klimawandel sein könnte. Wo möglich, sollen die Menschen unterstützt werden, um in ihrer Heimat bleiben zu können. Wenn dies nicht möglich ist, soll sichergestellt werden, dass sie sicher und würdevoll eine neue Heimat finden können.

Weitere Informationen (en)
German Marshall Fund: The transatlantic Study Team (en)