Studie FoEE: CO2-Emissionen von Kraftstoffen ohne Agrotreibstoffe senken!
Klima & Energie, Verkehr & Luft & Industrie
Das von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Ziel, die CO2-Emissionen von Treibstoffen über den Lebenszyklus bis 2020 um 10 % zu reduzieren, ist auch ohne die Beimengung von Agrotreibstoffen erreichbar. Das ist das Hauptergebnis einer Studie von Friends of the Earth Europe FoEE, die am 29.4.2008 präsentiert wurde.Demnach könnten die CO2-Emissionen der Treibstoffe allein durch Reduktion von Abfackelung und Entgasung um 8,5 % gesenkt werden. Kommt noch verbesserte Energieeffizienz und der Wechsel zu alternativen Treibstoffen in Raffinerien dazu, so sind insgesamt 10,5-15,5 % Emissionsreduktion erreichbar.
Europia, die europäische Lobby der Ölindustrie reagierte nicht direkt auf die Studie, wiederholte aber ihren allgemeinen Standpunkt: Die CO2-Emissionen von Raffinerien nehmen am EU-Emissionshandel teil, haben also eine fixierte Obergrenze.
Rat und Europäisches Parlament streben für die RL Treibstoffqualität (Vorschlag COM(2007)18) eine Einigung in erster Lesung an. Die Verhandlungen dazu dürften starten, nachdem die zuständige Ratsarbeitsgruppe Vorschläge für Nachhaltigkeitskriterien für Agrotreibstoffe vorgelegt hat, diese sind für 7.5.2008 geplant.
Pressemeldung FoE Europe (en)
Studie "Extracting the truth: Oil industry attempts to undermine the Fuel Quality Directive" (en pdf 4,7mb)