Studie: Gesundheitsgefährdung durch Hähnchenmastanlagen der Intensivtierhaltung

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

„Bürgerinitiative Norden“ kämpft gegen die Errichtung einer Tierfabrik im deutschen Landkreis Aurich.

Am Anfang stand ein Artikel im Ostfriesischen Kurier, der über den Bau einer geplanten Tierfabrik im Landkreis Aurich berichtete. Das führte zur Gründung der „Bürgerinitiative Norden“, die sich für Alternativen zur industriellen Hühnermast engagiert.

Im Kampf gegen die geplante Tierfabrik kam auch der Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Norden zu Wort, der öffentlich erklärte, dass Massentierfabriken keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Menschen hätten.

Diese Aussagen nahmen die TierschützerInnen zum Anlass für eine ausführliche Literaturrecherche. In einer Studie werden die Ergebnisse der Recherchen jetzt präsentiert. Das Ergebnis: die negativen Auswirkungen von Tierfabriken auf die Gesundheit von Menschen sind ausführlich dokumentiert.

Laut Studie liegt in der Stallluft von Hähnchenmastanlagen eine massive Konzentration von Bioaerosolen, Biotoxinen und Keimen vor, die allesamt die Gesundheit gefährden. Biotoxine würden außerdem mit dem Kot großflächig in der Umgebung verteilt werden und so zur Entwicklung von Atemwegserkrankungen beitragen. Der Antibiotikaverbrauch sei durch den Betrieb von Massentierfabriken weiters merklich gestiegen, und würde mit dazu beitragen, dass die Menschen immer resistenter gegen Antibiotika werden.

Die Studie steht auf der Webseite der BI Norden gratis zur Verfügung.

Studie: Gesundheitsgefährdung durch Hähnchenmastanlagen der Intensivtierhaltung.