Studie: Höhere Lebensmittelpreise durch Klimawandel
Klima & Energie
Fast 19 Prozent höhere Rohstoffpreise durch Klimawandel.Globale Ertragsrückgänge bei Getreide und Mais in den letzten Dreißig Jahren, verglichen mit Wachstumsaussichten ohne Temperaturanstieg, sind laut einer Studie von WissenschafterInnen der Stanford University und Columbia University schuld an höheren Rohstoffpreisen für Lebensmittel.
18,9 Prozent höhere Rohstoffpreise durch den Klimawandel: das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die Anfang Mai in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht wurde. Die globalen Erträge bei Getreide gingen in den letzten drei Jahrzehnten um 5,5 Prozent zurück, bei Mais um 3,8 Prozent. Russland war mit fast 15 Prozent Ernteeinbußen bei Getreide am Stärksten betroffen. Nur in Nordamerika hätten die Klimawandlungen bisher keine messbaren Auswirkungen auf die Erträge, so einer der Studienautoren in einem Interview mit BBC News.
Der Klimawandel hatte laut Studie unter anderem Auswirkungen auf den Niederschlag und die verfügbaren Wasserressourcen. Er brachte auch neue Pflanzenkrankheiten und Schädlinge.
Die WissenschafterInnen konzentrierten sich ausschließlich auf die Auswirkungen des Klimawandels und ließen andere Faktoren, wie zum Beispiel erhöhte CO2-Emissionen, unberücksichtigt. Laut Studie sei der Klimawandel für höhere Rohstoffpreise von 18,9 Prozent seit 1980 verantwortlich. Die Studie ist kostenpflichtig.
EurActiv: Klimawandel treibt Lebensmittelpreise in die Höhe.
BBC News: Climate shifts "hit global wheat yields" (en)
Science: Climate Trends and Global Crop Production Since 1980.(en)