Studie: Hohe Gefährdung von Gebirgspflanzen durch Klimawandel
Natur & Biodiversität
Gebirgspflanzen in den Pyrenäen und in den Alpen im Osten Österreichs seien besonders gefährdet, da für diese Regionen eine stärkere Temperaturerwärmung bei gleichzeitig verringertem Niederschlag prognostiziert wird.Die Klimaerwärmung würde sich auf die Gebirgspflanzen Europas unterschiedlich stark auswirken, manche Pflanzen könnten bis zu 80 Prozent ihres Lebensraums verlieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, an der sich 25 Forschungseinrichtungen und Organisationen aus ganz Europa beteiligten. In Österreich wurde das Projekt vom Umweltbundesamt, der Universität Wien und dem Institut für Naturschutzforschung und Ökologie unterstützt.
Die ForscherInnen prognostizierten mit Hilfe von Computermodellationen die Zukunft von insgesamt 2.632 europäischen Pflanzenarten für den Zeitraum der Jahre 2070 - 2100. Das Besondere an dieser Studie ist, dass die ExpertInnen bei ihrer Untersuchung die stark unterschiedlichen klimatischen Bedingungen der teils sehr kleinen Bergökosysteme berücksichtigten, welche durch Höhenunterschiede und Artenvielfalt gekennzeichnet sind. Die Ergebnisse der Studie sind deshalb sehr aussagekräftig.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 36-55% aller alpinen, 31-51% aller subalpinen und 19-46% aller montanen Pflanzenarten ihren Lebensraum verlieren könnten, insgesamt kann der Verlust des Lebensraums der Pflanzen bis zu 80% betragen.
Umweltbundesamt - Presseaussendung
Global Change Biology (kostenpflichtiger Artikel, en): 21st century climate change threatens mountain flora unequally across Europe. (en)