Studie: Immer weniger Platz für Afrikas Menschenaffen
Natur & Biodiversität
In den vergangenen 30 Jahren nahm die Anzahl der in Afrika lebenden Menschenaffen stetig ab. Gründe dafür sind die kommerzielle Jagd auf die Tiere, die Zerstörung ihrer Lebensräume und Krankheiten. Die jetzt von der Kommission für Artenerhalt der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur (IUCN) erstellte A.P.E.S. Datenbank, an der unter anderem ein Forscherteam am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie mitgewirkt hat, vereint die Erhebungen von über 60 Standorten und vermittelt einen Überblick über die Habitate der Menschenaffen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent.Eine erste, den gesamten afrikanischen Kontinent übergreifende Studie belegt, dass die Lebensräume dieser Tiere in den letzten Jahren dramatisch geschrumpft sind, berichten die ForscherInnen des Max-Planck-Instituts.
Die Studie wurde von 47 WissenschafterInnen und NaturschützerInnen durchgeführt, die gemeinsam über 15.000 Aufenthaltsorte von Schimpansen, Gorillas und Bonobos in einer Datenbank zusammengetragen haben. Anhand der Ergebnisse schätzten sie die Verteilung geeigneter Lebensraumbedingungen für Menschenaffen über den gesamten afrikanischen Kontinent in den letzten 20 Jahren und fanden heraus, dass den Menschenaffen insgesamt mehr als 200.000 Quadratkilometer Lebensraum verloren gingen, eine Fläche von etwa vier Fußballfeldern pro Tag verteilt über die letzten 20 Jahre.
Max-Planck-Institut: Immer weniger Platz für Afrikas Menschenaffen
A.P.E.S. Datenbank (en)