Studie: Kommerzieller Fischfang tötet Millionen von Meeresschildkröten.
Natur & Biodiversität
Millionen von Meeresschildkröten sind in den letzten 20 Jahren irrtümlich in den Fangnetzen kommerzieller Fischerei getötet worden.Eine Studie der Duke University beziffert erstmals die Zahl der Meeresschildkröten, die versehentlich von der kommerziellen Fischerei gefangen wurden. Die ForscherInnen nutzten Daten zum Beifang bei Langleinen- und Netzfischerei, die zwischen 1990 und 2008 veröffentlicht wurden, und kommen für diesen Zeitraum auf 85.000 getötete Meeresschildkröten. Allerdings berücksichtigen diese Zahlen nur ein Prozent der weltweiten Fischereiflotte. Die weltweiten Zahlen dürften also um ein Vielfaches höher liegen.
Sechs der sieben Meeresschildkrötenarten befinden sich schon auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Der Schutz der Meeresschildkröten gestaltet sich jedoch schwierig, da einerseits an den Stränden, wo die Tiere ihre Eier ablegen, und andererseits auf hoher See anzusetzen wäre. Die ForscherInnen fordern daher einen Schutz der Meeresschildkröten auf internationaler Ebene.
Internetseite „Sea Turtle Watch“
Studie „Global patterns of marine turtle bycatch“
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