Studie: Luftverschmutzung durch starken Verkehr verringert Lebenserwartung in europäischen Städten
Verkehr & Luft & Industrie
Luftverschmutzung führt zu frühem Tod - bis zu zwei Jahre kürzere Lebenserwartung durch starken Verkehr möglich.Fast drei Jahre lang untersuchten rund 60 internationale WissenschafterInnen des Projekts „Aphekom“ die Luftverschmutzung in 25 europäischen Städten und kalkulierten die reduzierte Lebenserwartung der Bevölkerung, die durch Emissionen von Dieselmotoren und Heizungssystemen negativ beinflußt wird. Das Resultat: die EinwohnerInnen von Bukarest, der Stadt mit der höchsten gemessenen Luftverschmutzung, haben eine um zwei Jahre geringere Lebenserwartung als die Einwohner von Dublin. In Bukarest beträgt die gemessene Feinstaubkonzentration rund 38,2 Mikrogramm pro Kubikmeter. In Dublin wurden 10,5 Mikrogramm gemessen, das entspricht zirka dem von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Durchschnitt von 10 Mikrogramm. In Wien lag der gemessene Wert bei 21,6 Mikrogramm pro Kubikmeter.
Die WissenschafterInnen schätzen, dass die Kosten für das Gesundheitswesen durch die Luftverschmutzung in den 25 Städten jährlich rund 43 Milliarden US Dollar ausmacht. Rund die Hälfte der Bevölkerung in diesen Städten lebt in der Nähe von Straßen mit einem täglichen Verkehrsvolumen von mehr als 10.000 Autos pro Tag. Rund 15% aller Asthmaerkrankungen von Jugendlichen und 23% aller Bronchitiserkrankungen sowie 25% aller Erkrankungen des Blutkreislaufes älterer Menschen könnten auf diese Luftverschmutzung zurückzuführen sein, schreibt die britische Tageszeitung Guardian in ihrer Berichterstattung über die Ergebnisse der Studie.
Die kompletten Studienergebnisse stehen im Moment noch nicht zur Verfügung, die Veröffentlichung der Studie ist für Ende März geplant.
Guardian: Air pollution in areas of heavy traffic shortens life expectancy.(en)
Aphekom - Webseite (en)