Studie: Meeressäugetiere der Arktis durch Eisschmelze stark bedroht
Natur & Biodiversität
Die Arktis ist Lebensraum für zumindest elf verschiedene Arten von Meeressäugetieren, darunter Wale, Seehunde und Walrosse. Ihr Lebensraum ist durch die von der Klimaerwärmung immer mehr fortschreitende Eisschmelze stark bedroht. Schätzungen zufolge könnte die Arktis schon in den nächsten Jahren (bis 2035) ihre ständige Eisdecke verlieren. Das ist für die Meeressäugetiere existenzbedrohend.Eine neue Studie untersucht jetzt das Ausmaß der bereits vorherrschenden Eisschmelze auf das Fortpflanzungs- und Jagdverhalten dieser Tierarten. Bei den Seehunden gibt es laut Studie bereits messbar weniger Jungtiere. Auch bei den Eisbären hat sich das Fortpflanzungsverhalten geändert, die Tiere hätten außerdem geringeres Körpergewicht und ganz allgemein schlechtere Überlebenschancen, die alle auf den Rückgang der Eisflächen in der Arktis zurückzuführen seien. WissenschafterInnen rechnen damit, dass sich die Zahl der Eisbären in den nächsten 50 Jahren um bis zu 70 Prozent reduzieren wird.
Die WissenschafterInnen haben in der Fachzeitschrift „Marine Biodiversity“ einen Artikel über ihre Studienergebnisse veröffentlicht, auf den Volltext des Artikels kann kostenlos zugegriffen werden.
Marine Biodiversity: Impacts of changing sea-ice conditions on Arctic marine mammals (en, pdf)
Science for Environment Policy: Declining sea ice threatens Arctic marine mammals (en, pdf)