Studie: Mehr Infrastrukturen für klimafreundliche Mobilität nötig
Verkehr & Luft & Industrie
VCÖ kritisiert fehlendes Gesamtkonzept für die österreichische Verkehrsentwicklung.Mangelnde Infrastrukturen sowie ein fehlendes Gesamtkonzept für eine klimafreundliche Verkehrsentwicklung in Österreich stehen im Zentrum der Kritik des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), der in einer neuen Studie auf den „großen Aufholbedarf“ des Landes in Bezug auf die klimafreundliche Mobilität hinweist.
Der VCÖ kritisiert, dass sich die österreichischen PolitikerInnen zwar zu einer schadstoffarmen und nachhaltigen Verkehrspolitik bekennen, es dann aber mit der Umsetzung der politischen Bekenntnisse nicht so genau nehmen.
„Die Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene wird beteuert, die Energiewende zu erneuerbaren Energiequellen beschlossen“, kritisiert der VCÖ, aber dann würden im Jahr 2011 rund 900 Millionen Euro in den Ausbau der Autobahnen investiert. „Investitionen, die im Widerspruch zu den Zielen der Klima- und Energiepolitik stehen“.
Die Energie- und Umweltziele im Verkehr könnten nur dann erreicht werden, „wenn der Kfz-Verkehr abnimmt“. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs müsse von derzeit 24 Prozent auf 58 Prozent ausgeweitet werden, beim Autoverkehr sei laut VCÖ eine Reduzierung von 73 auf 30 Prozent nötig.
Die Studie zeigt auf, welche Maßnahmen notwendig sind, damit die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs in Österreich von derzeit rund 21,7 Millionen Tonnen pro Jahr auf 5,6 Millionen Tonnen verringert werden können.
Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Erneuerung und der Ausbau der Schieneninfrastruktur, sowie eine massive Förderung der Radfahrer und Fußgeher seien laut VCÖ dafür unbedingt notwendig.
Die kostenpflichtige Studie kann auf der Webseite des VCÖ bestellt werden.
VCÖ-Factsheet Infrastrukturpolitik
Studie: Infrastrukturen für nachhaltige Mobilität