Studie: Mehrwegflaschen – kosteneffizient und ökologisch vorteilhafter

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Mehrwegflaschen sind die eindeutigen Gewinner bei einem Nachhaltigkeitsvergleich von Getränkeverpackungen.

„Mehrweg- und Recyclingsysteme für ausgewählte Getränkeverpackungen aus Nachhaltigkeitssicht“ ist der Titel der Studie, die im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe von der Beraterfirma PWC durchgeführt wurde.
Das Ergebnis: Mehrwegflaschen haben nicht nur ökologische Vorteile, sondern sind auch aus ökonomischer und sozialer Sicht am sinnvollsten. Insgesamt sind Pfandsysteme vorteilhaft.

Laut Studie fielen im Jahr 2006 in der EU rund 81 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an, rund 20 Prozent dieser Abfälle waren Getränkeverpackungen.

Die StudienautorInnen berücksichtigten bei ihrer Analyse alle Stufen des Wertschöpfungsprozesses, von der Abfüllung über die Distribution bis hin zur Wiederbefüllung und zum Recycling. Eine Reihe von Faktoren wie zum Beispiel der Ressourcenverbrauch, Recyclingquoten, Recyclingqualität, Systemkosten, Beschäftigungseffekte und Abfallaufkommen wurden bewertet.

Die AutorInnen kritisieren die seit Jahren sinkende Quote von Mehrwegflaschen. Vor allem große Hersteller und der Einzelhandel bevorzugen Einwegflaschen.

Um die „politisch gewünschte Quote aus Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einwegverpackungen von 80 Prozent am (deutschen) Gesamtmarkt zu erreichen“, empfehlen die AutorInnen eine Reihe von Maßnahmen. Eine bessere Kennzeichnung von Mehrweg- und Einwegverpackungen wäre ein erster, wichtiger Schritt. Auch Kommunikationskampagnen werden empfohlen. Wichtig wäre laut Studie auch die Einbeziehung zusätzlicher Getränkesegmente, wie zum Beispiel Fruchtsäfte, in das Pfandsystem. Eine „Lenkungsabgabe“ für ökologisch nachteilige Verpackungen würde den Preis für umweltschädliche Verpackungen erhöhen und das Kaufverhalten der Konsumenten beeinflussen.

Pressemitteilung PwC
Studie Deutsche Umwelthilfe (pdf)