Studie: Negative Auswirkungen von Mineraldüngern in der tropischen Landwirtschaft
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die Heinrich-Böll-Stiftung und der WWF Deutschland haben gemeinsam eine Studie publiziert, die sich mit der Verwendung von Mineraldüngern in der Landwirtschaft in tropischen Ländern beschäftigt.Mehr Dünger bedeutet nicht mehr Ertrag. „Im Gegenteil: Gerade die industrielle landwirtschaftliche Produktion ist weltweit einer der Hauptverursacher von schwindender Bodenfruchtbarkeit und Bodenzerstörung. Überproportionaler und falscher Einsatz von Mineraldünger haben diese Entwicklung vorangetrieben“, fasst die Studie zusammen.
Deswegen stellen sich die AutorInnen der Studie auch gegen die Forderung der Entwicklungsbank, die laut ihren Angaben den vermehrten Einsatz von Mineraldüngern propagiert, und liefern eine kritische Analyse der Förderprogramme für Düngemittel. Zudem rückt die Studie „die vielfältige Bedeutung der Bodenfruchtbarkeit in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn die Beschaffenheit der Böden in den Tropen und Subtropen stellt enorme Herausforderungen, die beachtet werden müssen, um Düngung in ein umfassendes Bodenmanagement einbetten zu können. Nur so lassen sich letztlich die Bodenfruchtbarkeit und damit auch die Erträge verbessern.
„Bodenlos. Negative Auswirkungen von Mineraldüngern in der tropischen Landwirtschaft“ steht auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung gratis als Download zur Verfügung.
Heinrich-Böll-Stiftung Pressemitteilung
Studie: Bodenlos. Negative Auswirkungen von Mineraldüngern in der tropischen Landwirtschaft (pdf)