Studie: Nordsee-Kabeljau im Wert von 2,7 Milliarden Pfund von Fischern weggeworfen
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Studie untersucht finanziellen Wert der Verschwendung im Fischfang anhand einer Fischart.The New Economics Foundation (NEF) ist ein britischer Think-Tank, dessen MitarbeiterInnen am Montag eine neue Studie mit dem Titel „Money Overboard: Why discarding fish is a waste of jobs and money“ präsentiert hat.
Die StudienautorInnen analysierten anhand einer Fischart das Ausmaß der Verschwendung im Fischfang. Die AutorInnen wählten dafür den Kabeljau, da es zu dieser Fischart viele Daten gibt.
Das Ergebnis: Im Zeitraum von 1963 bis 2008 wurden von Fischereiflotten in der Nordsee, im Ärmelkanal und im Skagerrak - einem Teil der Nordsee, der Dänemark, Norwegen und Schweden verbindet - gefangener Kabeljau im Wert von 2,7 Milliarden Pfund sterbend oder tot wieder ins Meer geworfen.
Der Anteil der britischen Fischereiflotte betrug fast 1 Milliarde Pfund. Um dieses Geld hätte die Regierung 711 zusätzliche Jobs 46 Jahre lang finanzieren können, berichtet die NEF in einer Presseaussendung.
Ohne die Überfischung und Verschwendung hätten die Fische Zeit gehabt, länger zu wachsen und der Fischbestand hätte sich erholen können. Die StudienautorInnen berechneten, dass der weggeworfene Fischbestand dieser einen Art in der Nordsee einen Wert von 7,5 Milliarden Pfund hätte, wenn die Fische Zeit gehabt hätten zu wachsen und nicht gefangen und wieder weggeworfen worden wären.
Die Zahlen dokumentieren nur die finanzielle Verschwendung, die beim Fang einer einzigen Fischart in einem begrenzten Fanggebiet entstanden ist, die Gesamtsumme der Verschwendung aller gefangenen Fischarten auf den Weltmeeren ist demnach um ein Vielfaches höher.
Der Report ist online gratis verfügbar.
Studie: Money Overboard: Why discarding fish is a waste of jobs and money.