Studie: Österreichs Lebensmittelkonsum bedroht Naturräume in Übersee

Im Rahmen des MUTTER ERDE-Schwerpunkts „Klima schützen, Arten schützen!” präsentierte die Umweltinitiative MUTTER ERDE gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) eine neue Studie, welche die Auswirkungen des österreichischen Lebensmittelkonsums auf die Artenvielfalt und den Flächenverbrauch in Übersee nachzeichnet.

Dazu fand am 27. Mai im Presseclub Concordia in Wien offline sowie Online via Zoom eine Pressekonferenz mit Martin Schlatzer, Studienautor FiBL, BOKU, Sophie Lampl, Programmdirektorin bei Greenpeace Österreich sowie Anita Malli, M.A., Geschäftsführerin der Umweltinitiative MUTTER ERDE, statt. Die in der Pressekonferenz vorgestellte Studie präsentiert neue Zahlen und Fakten zu Flächenverbrauch, Kohlendioxid-Ausstoß und Bedrohung von Tier- und Pflanzenarten in Übersee, welche mit dem Konsum der Österreicher*innen in Verbindung stehen.

Greenpeace warnt vor Zerstörung großer Flächen

„Denn vieles, was wir in Österreich konsumieren – ob die Schokolade mit Palmöl, Fleisch von Tieren gefüttert mit Soja aus Übersee, oder auch der Kakao – hat fatale Auswirkungen auf Naturräume, wie beispielsweise der Amazonas in Brasilien oder die Tropenwälder in Malaysia und Indonesien“, erklärt Greenpeace-Pressesprecherin Reka Tercza. „Um die Rohstoffe in rauen Mengen anzubauen und unseren Bedarf zu decken, werden große Flächen benötigt und nicht zuletzt Regenwälder gerodet, Moore trockengelegt und Savannen in Brand gesetzt.“

Dadurch werde nicht nur die Klimakrise weiter angeheizt. Die in diesen Regionen heimischen Tiere und Pflanzen verlieren damit auch ihren Lebensraum und sind teilweise sogar vom Aussterben bedroht, so Tercza.

Rund 60 Prozent der Ackerflächen in Österreich werden dazu verwendet, Futtermittel anzubauen. Rechnet man auch noch das Weideland hinzu, dann werden rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Österreich zu Ernährung von Nutztieren verwendet. Und trotzdem importiere Österreich zusätzlich jährlich rund 500.000 Tonnen Soja-Futtermittel aus Übersee, für die oftmals wertvolle Wälder zerstört wurden, kritisiert Greenpece.

 

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