Studie offenbart Schwächen der EU-Ökodesign-Richtlinie

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Gemäß einer aktuellen Studie des Europäischen Umweltbüros (EEB) werden bei der europäischen Ökodesign-Richtlinie Umweltauswirkungen während der Produktionsphase zu wenig berücksichtigt.

Die Studie des EEB wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Lund (SWE) erstellt und analysiert den Einfluss von drei EU-Richtlinien (Richtlinien: Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE), Beschränkung gefährlicher Stoffe (RoHS) und Ökodesign (EuP)) auf die Umweltauswirkungen von elektrischen und elektronischen Produkten über deren gesamten Lebenszyklus. Viele Produkte enthalten gefährliche Substanzen und verbrauchen große Mengen an Energie. Aus der Studie geht hervor, dass sich die Vorschriften der Richtlinien nicht ergänzen, sondern teilweise behindern. Hauptkritikpunkte der Studie sind: Bei den oben genannten Richtlinien wird zu sehr auf den Energieverbrauch beim Endnutzer bei der Endnutzerin Wert gelegt; andere wesentliche Einflüsse auf die Umwelt, wie mangelhafte Entsorgung und der Energieverbrauch in der Produktionsphase, werden zu wenig berücksichtigt.
Ein Großteil der Umweltauswirkungen entsteht aber gerade bei der Produktion des Produktes. Daher wäre es von Seiten der Kommission und der Mitgliedstaaten wichtig, auch diese Bereiche verstärkt zu berücksichtigen. Laut Studie geht der Trend jedoch weiterhin zu Energieeffizienz-Standardsetzungen. Um die gesamten Umweltauswirkungen eines Produktes zu erfassen, wäre es jedoch notwendig den gesamten Lebenszyklus zu betrachten.

Studie EEB (en)