Studie: Pilze statt Gift im Kampf gegen Insekten
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Die Larven der Schnaken, einer Gattung von Insekten, richtet in der Landwirtschaft und auch bei jungen Bäumen großen Schaden an. Die Ergebnisse einer neuen Studie weisen jetzt darauf hin, dass bestimmte Pilzarten imstande sind, den Befall der Bäume und Pflanzen durch diese Schädlinge zu stoppen und so den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.Die im Boden lebenden Larven der Schnaken richten bei Kulturpflanzen wie Getreide, Koh und Salaten große Schäden an. Auch Baumsetzlinge sind gefährdet. Zur Zeit werden sie mit chemischen Pestiziden bekämpft. WissenschafterInnen versuchen deshalb herauszufinden, ob bestimmte natürlich vorkommende nützliche Organismen wie Bakterien, Pilze und Insekten für die Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt werden können.
Britische Forscher verglichen jetzt die Wirksamkeit von Fadenwürmern und Pilzen, sogenannten Biopestiziden, mit chemischen Pestiziden im Kampf gegen die Ausbreitung der Schädlinge. Dabei zeigte sich, dass manche Pilzarten sehr effektiv im Kampf gegen die Schädlinge waren.
Ein Stamm des Pilzes Metarhizium robertsii tötete innerhalb von vier Wochen 100 Prozent der Schädlings-Larven. Ein Fadenwurm tötete 60 Prozent der Larven.
Die Ergebnisse der Studie „Evaluation of entomopathogenic fungi and a nematode against the soil-dwelling stages of the crane fly Tipula paludosa“ von M.A. Ansari und T.M. Butt wurden in der Fachzeitschrift „Pest Management Science“ veröffentlicht. Der Zugriff auf den Volltext des Artikels ist kostenpflichtig.
Science for Environment Poliy: Fungi show strong potential o control crane fly pests (en)
Studie (kostenpflichtig, en)