Studie: Positive Artikel über genmanipulierte Lebensmittel oft beeinflusst durch Verbindungen zur Gentechnik-Lobby
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Studie untersucht die finanziellen und professionellen Verbindungen zwischen Gen-Industrie und AutorInnen, die positive Artikel über Gen-Lebensmittel geschrieben haben.Die engen Bande zwischen der Gentechnik-Lobby und AutorInnen, die positive Artikel über die Gesundheitsrisiken von genmanipulierten Produkten veröffentlicht hatten oder in ihren Artikeln und Studien die Nährwerte von gentechnisch manipulierten Lebensmitteln analysiert hatten, waren Gegenstand einer Studie portugiesischer WissenschafterInnen.
Die WissenschafterInnen wählten insgesamt 94 positive Artikel und Studien aus und untersuchten anschließend, ob die AutorInnen finanzielle oder professionelle Interessen an einer positiven Berichterstattung hatten.
Die StudienautorInnen konnten nachweisen, dass in insgesamt 52% der untersuchten Fälle finanzielle Zuwendungen der Gentechnik-Lobby in den veröffentlichten Artikeln nicht deklariert wurden. In mindestens 44% der veröffentlichten positiven Artikel oder Studien gab es Verbindungen zwischen den AutorInnen und der Gentechnik-Industrie.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Food Policy“ veröffentlicht und stehen auf der Webseite von „Science Direct“ als (kostenpflichtiger) Download zur Verfügung.