Studie: Reduzierter Fleischkonsum verringert Umweltverschmutzung und Landnutzung
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Wenn der Fleischverbrauch und der Konsum von Milchprodukten in der EU halbiert werden, hätte das viele positive Effekte, schreiben die AutorInnen einer neuen Studie in der Fachzeitschrift „Global Environmental Change“.Die Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft könnten um 42 Prozent reduziert werden, die Stickstoff-Verseuchung der Gewässer und der Luft würde um 40 Prozent zurückgehen, und die Landnutzung pro EU-BürgerIn zur Produktion von Lebensmitteln würde sich von 0,23 auf 0,17 Hektar reduzieren. Außerdem würde der geringere Konsum von gesättigten Fettsäuren und Fleisch umfassende gesundheitliche Auswirkungen haben, so die AutorInnen der Studie „Food choices, health and environment: Effects of cutting Europe’s meat and dairy intake“.
Die Zahl der Nutztiere in der EU würde sich markant reduzieren, und das benötigte Tierfutter würde sich von rund 520 Millionen Tonnen (basierend auf Kalkulationen des Jahres 2004) auf 285 Millionen Tonnen verringern. Mehr als 70 Millionen Tonnen Getreide, die nicht mehr als Tierfutter gebraucht werden, würden dann den Menschen als Nahrungsmittel zur Verfügung stehen. Der Import von Sojabohnenmehl könnte um 75 Prozent reduziert werden. 23,7 Millionen Hektar Land, die als Weidefläche für die Tiere benötigt werden, würden dann plötzlich für andere Zwecke zur Verfügung stehen.
Der reduzierte Fleischkonsum würde dazu führen, dass die Menschen rund 40 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren essen, was zu einer signifikanten Verringerung der Zahl an Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Krebserkrankungen führen würde.