Studie: Reduziertes Gehirnvolumen der Vogelwelt rund um Chernobyl
Klima & Energie, Natur & Biodiversität
Studie untersucht Langzeitfolgen des Atomreaktorunfalls von Chernobyl auf die Vogelwelt der Region.Das Gehirnvolumen der Vögel rund um den Atomreaktor Chernobyl sei um 5% kleiner als das von Vögeln in anderen Regionen. Die Reduktion der Vogelgehirne sei eine direkte Folge des Kraftwerkunfalls im April 1986. Das ist das Ergebnis einer Studie, bei der im vergangenen Frühjahr die Gehirne von 550 Vögeln analysiert wurden.
Die Strahlung hätte einen direkten negativen Effekt auf die Entwicklung der Gehirne und würde dadurch wahrscheinlich auch die kognitiven Fähigkeiten der Tiere beeinflußen, resümmieren die WissenschafterInnen.
Die Tier- und Pflanzenwelt rund um Chernobyl ist durch den Atomreaktorunfall lanngfristig verseucht, eine Bestandsaufnahme der Tierwelt letztes Jahr hätte gezeigt, dass auch die Anzahl der Säugetiere und Vögel nach wie vor abnimmt, berichtet BBC News in seiner Berichterstattung über das Ergebnis der Studie.
Die Studie wurde Anfang Februar in der online Zeitschrift PloS ONE veröffentlicht und steht dort als Download gratis zur Verfügung.
BBC News: Chernobyl birds are small brained (en)
PloS ONE - Studie (en)