Studie: Rückgang der Biodiversität in der Tschernobyl Sperrzone

Klima & Energie

Die Vögel-, Reptilien- und Säugetierpopulationen in der Sperrzone rund um den Tschernobyl- Reaktor gehen zurück.

Professor Timothy Mousseau von der Universität von South Carolina in den USA und Dr. Anders Moller von der Universität Paris-Süd in Frankreich haben gemeinsam eine Studie über die Biodiversität von Tierpopulationen in Tschernobyl durchgeführt. Die Forscher zählten und beobachteten fast vier Jahre lang Wildtiere in der Sperrzone, um den Einfluss der Radioaktivität auf die Populationen zu untersuchen.

Die Studie, die im Journal Ecological Indicators veröffentlicht wurde, liefert Beweise dafür, dass die Radioaktivität einen signifikanten Einfluss auf die Biodiversität in der Sperrzone hat. Vögel-, Säugetiere- und Reptilienpopulationen verzeichnen einen Rückgang.

Dr. Sergii Gashchak, Wissenschafter am Chernobyl Research Centers in der Ukraine, ist jedoch anderer Meinung. Seinen Untersuchungen zufolge florieren die Wildtiere in der Sperrzone was seiner Meinung nach durch den geringen menschlichen Einfluss bedingt ist.

Professor Mousseau widerspricht dieser These, sein Kommentar dazu: „pure Fiktion“.

Originalartikel (en)
Abstract der Studie: Efficiency of bio-indicators for low-level radiation under field conditions (en)
Wildlife defies Chernobyl radiation (en)
Research-Center (en)
Chernobyl, A Natural History- Bilder zum Film (en)