Studie: Tiefsee-Fischerei richtet irreparablen Schaden an

Wasser, Meere & Fischerei

Überfischung für Tiefsee-Fische besonders gefährlich.

Fische, die in der Tiefsee leben, reproduzieren sich viel langsamer als Fische, die in geringeren Tiefen und in Küstennähe leben. Die Tiefseefischerei richtet deshalb besonders große Schäden an. So wurde zum Beispiel der Bestand des Kaiserbarsches in den letzten Jahren stark dezimiert. Der Kaiserbarsch braucht 30 Jahre, bis er fortpflanzungsfähig ist und kann bis zu 125 Jahre alt werden. Wenn Fische, die sich nur langsam fortpflanzen, gefischt werden, ist die Gefahr der Ausrottung besonders groß.

Der Tiefsee-Fischfang mit Grundschleppnetzen (Baumkurren) ist laut einer neuen Studie besonders schädlich. Die WissenschafterInnen fordern deshalb ein Verbot der Tiefsee-Fischerei. Eine weitere Forderung der WissenschafterInnen ist ein Förder-Stopp der Tiefsee-Fischerei. Diese würde laut Studie jährlich mit rund 162 Millionen Dollar von den Staaten gefördert werden.

CORDIS: Report shows deep-sea fishing is unsustainable (en)
Marine Conservation Institute: Deep-sea fish in deep trouble (en)
Studie: Sustainability of deep-sea fisheries in Marine Policy (en)
Wikipedia: Grundschleppnetze (Baumkurren)